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Die Philosophie des Haareschneidens

Haareschneiden wird viel zu oft unterbewertet.
Es ist auf wunderliche Weise eine Art Magie.

Als ob an einem, während man seine Frisur trägt,
unsichtbare Bakterien aus schlechten Erinnerungen
haften bleiben, fühlt man sich nach einem frischen
Haarschnitt befreit, frisch, fast neu geboren.

Ich freue mich jedes Mal auf den Friseurbesuch. Entspannte Atmosphäre, nette Gespräche und danach bin ich immer sehr gut gelaunt 😉

12/2016

Neu Geboren

Was ist heute mit mir los?
Ich fühle mich so frei.
Die Gedanken so arglos,
in mir ein Freudenschrei.

Wo war ich die ganze Zeit?
War ich denn etwa tot?
In mir drin war’s zugeschneit,
ich war so sehr in Not.

Doch heute ist alles weg,
was mich so runter zieht.
Fühle mich ein wenig keck,
denn Optimismus siegt.

Es gibt so viele Pfade,
nichts ist vorher bestimmt.
nur selten sind sie gerade,
wenn man sich übernimmt.

Heute freue ich mich bloß,
im hier und jetzt zu sein.
Lebe nun bedingungslos,
fühl’ mich dabei astrein!

Jan Wendler
26.12.2016

It’s Christmastime 🙂

 

Manchmal

Manchmal sitzt man einfach da,
denkt an alles und wie’s mal war.
Schaltet schöne Zeiten aus,
das Hirn verarscht uns geradeaus.

Manchmal fragt man was es soll,
Hoffnung vergraben, ungewollt.
Manchmal tut es einfach weh,
fühlt wie ein verletztes Reh.

Reicht den nur überleben?
Brauch’ die Kraft nicht aufzugeben.
Möchte nur Frieden schließen,
meine Zeit wieder geniessen.

Manchmal ist’s schwer im Leben,
Meint es gut, es geht daneben!
Luftschlösser, sie stürzen ein,
Leben schmeckt wie bitt’rer Wein.

Manchmal sollt’ man besser aufhör’n,
manchmal tut man einfach nur stör’n.
Es kann nicht immer rosig sein,
Manchmal ist es besser allein.

Manchmal wirkt es abgefackt,
einfaches erscheint vertrackt.
Zum Glück ist’s nur manchmal so,
doch meistens, hört, bin ich froh 😉

Jan Wendler
30.06.2016

Manchmal denkt man zu viel nach, grübelt, manchmal bereut man, manchmal scheint es Hoffnungslos, aber oft freut mans sich auch 😉

 

Wenns nicht so läuft

Der Weg zum Ziel ist lang und hart,
wir hatten einen guten Start,
ist auch der Pfad erschreckend weit,
bringt, aufzugeben wohl nur Leid.

Wir können planen ganz schön viel,
damit wirs schaffen bis zum Ziel.
Doch manchmal klappts nicht wie im Plan,
– Verflitxt – da dreht doch jemand dran!?

Zuerst empfindet man nur Frust,
Klagt jeden an, verliert die Lust.
Wenns nicht so läuft ist selbst man Schuld,
so rat’ daher ich zu Geduld.

Drum beiß die Zähn’ zusammen und
nicht scheuen vor Problemen! – Grund:
Denn schrittweis’, alles nach und nach,
bringt Lösungen gleich mannigfach!

Auf jeden Tag sollst Du Dich freu’n,
und bloß nicht immer nur bereu’n!
Reiß dich am Riemen, pack’ es an!
So fliegst Du wieder wie ein Schwan.

Jan Wendler
11.03.2016

Wenn man an etwas arbeitet – egal an was – stößt man immer mal wieder auf Rückschläge.

Hiermit habe ich einen Rückschlag sozusagen verarbeitet 😉

 

Damals, jetzt und Morgen

Damals, Jetzt und Morgen

Am Anfang da war ich unschuldig,
ab Zehn war das Schicksal gar nicht schick.
In den Zwanzigern habe ich nur gelitten,
die Dreißiger gebraucht um meinen Weg zu finden.

In den Vierziegern wird mich nichts stoppen,
in den Fünzigern werd’ ich nur noch abrocken.
In den Sechzigern das Leben wirklich abgeht,
in den Siebzigern kann ich sagen “Ich habe gelebt”.

Falls ich Achzig werde, werde ich immer noch
lachen und singen diesen alltäglichen Stoff.
Falls Neunzig erscheint würde ich zurückdenken,
und meinen Enkeln etwas schönes schenken.

Mut zu Träumen und ein Versprechen,
dass, wenn sie ihr Schicksal selber lenken,
und lernen, auch mal umzudenken,
wird sie das Leben reich beschenken.

Jan Wendler
28.10.2015

Ich habe jetzt mein halbes Leben gelebt und resümiere in diesem Gedicht meine Vergangenheit, die Gegenwart (die Dreißiger ???? und stelle mir eine Zukunft vor in der die Hoffnung siegt 🙂

Zur Erklärung, in meinen Jugendjahren ist meine Mutter gestorben und ich habe es ihr ein paar Jahre später fast nachgemacht – durch einen schweren Autounfall. Das hat die Folgejahre nachhaltig verändert.