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Damals, jetzt und Morgen

Damals, Jetzt und Morgen

Am Anfang da war ich unschuldig,
ab Zehn war das Schicksal gar nicht schick.
In den Zwanzigern habe ich nur gelitten,
die Dreißiger gebraucht um meinen Weg zu finden.

In den Vierziegern wird mich nichts stoppen,
in den Fünzigern werd’ ich nur noch abrocken.
In den Sechzigern das Leben wirklich abgeht,
in den Siebzigern kann ich sagen “Ich habe gelebt”.

Falls ich Achzig werde, werde ich immer noch
lachen und singen diesen alltäglichen Stoff.
Falls Neunzig erscheint würde ich zurückdenken,
und meinen Enkeln etwas schönes schenken.

Mut zu Träumen und ein Versprechen,
dass, wenn sie ihr Schicksal selber lenken,
und lernen, auch mal umzudenken,
wird sie das Leben reich beschenken.

Jan Wendler
28.10.2015

Ich habe jetzt mein halbes Leben gelebt und resümiere in diesem Gedicht meine Vergangenheit, die Gegenwart (die Dreißiger ???? und stelle mir eine Zukunft vor in der die Hoffnung siegt 🙂

Zur Erklärung, in meinen Jugendjahren ist meine Mutter gestorben und ich habe es ihr ein paar Jahre später fast nachgemacht – durch einen schweren Autounfall. Das hat die Folgejahre nachhaltig verändert.

 

Wunschtraum

Wunschtraum

Arbeitstitel: Damit ich schlafen kann

Wir sitzen doch alle im selben Boot,
wir sind doch alle gleich.
Wir bluten alle rotes Blut,
Manche arm und manche reich.

Wir leben doch alle auf der selben Welt,
ganz egal wie es uns gefällt.
Wir weinen alle ähnliche Tränen,
nach Liebe tut sich jeder sehnen!

Wir sollten alle am selben Strang ziehn’,
Wir sollten anfangen mehr zu lieben.
Laßt uns alle Rücksicht zeigen,
Laßt uns aufhören nur zu streiten.

Wir schwitzen alle denselben Schweiss,
Vor unseren Göttern sind wir alle gleich.
Egal welche Hautfarbe uns unterscheidet,
Jeder von uns durch Schmerzen leidet.

Wollen wir nicht alle Frieden?
Wünsche sind nicht so verschieden.
Wollen wir nicht alle lachen?
Zusammen können wir aufwachen!

Wir sind wirklich nicht so verschieden,
wie wir gerne meinen.
Laßt Hoffnung und Güte nie versiegen,
wir sind doch keine Heiden.

Jan Wendler
21.10.2015

In meinem neuesten Gedicht, “Wunschtraum”, geht es um eine Utopie, um dass Miteinander.

 

Lichtblick

Lichtblick

Es ist ein grauer Morgen,
bin beschäftigt mit meinen Sorgen,
der Regen nieselt stetig herab,
Gedanken sind einfach fernab.

Da wo ich hingehe eine Dame steht,
blickt ins Fenster, ein Lächeln entsteht.
Sie haucht es an, zeichnet Bilder darauf,
der Blick aus dem Fenster ist mit Liebe getauft.

Ich ging mit einem Lächeln vorbei,
erfreute mich an der Ehrlichkeit.
Es war so schön anzuschauen,
Zeuge zu sein dieses Glaubens.

Eine Mutter ihrem Kind einen Abschied gibt,
Liebe in ihren Augen es sieht.
Hat meinen Morgen so mit Leben berührt,
Für den Moment meine Gedanken entführt.

Jan Wendler
18.10.2015

Zuzusehen wie sich eine Mutter Morgens von ihrer Tochter verabschiedet war mir ein Gedicht wert.

 

Die Taube

Die Taube

Die Taube allein auf nassem Asphalt
Trotz Sommer ist ihr etwas kalt
Verloren tapst sie so umher
Vermisst die Sonne lang ists her

Die Taube wird weiter umher spazieren
Wegen der Kälte tut sie etwas frieren
Sie wird überwinden jede Pfütze
Lebenswille ist ihre Stütze

Wenn Sie endlich Sonne findet
Wird sie sich daran entsinnen
In den blauen Himmel hinaus zu fliegen
Um das Leben wieder zu lieben

Jan Wendler
13.07.2015

Hab ich heute Morgen geschrieben als ich eine Taube bei Regen auf dem Asphalt rumstacksen sah.

 

Frühjahrsduft

Frühjahrsduft

Es kribbelt in der Luft,
die Spannung ist zu spüren.
Alles versprüht diesen Duft,
versucht einen zu verführen.

Eine wiedergefundene Liebe,
immer aufs Neue frisch verliebt.
Jede Berührung das erste Mal,
ach wie schön daß es Dich gibt.

Diese Liebe wird ewig andauern,
wie viel Zeit uns auch immer zusteht.
Wenn sie fort ist gibt‘s kein bedauern,
im Herzen sie stets weiterlebt.

Während die Tage sich verändern,
Träumen wir – erwarten notgedrungen.
Den Tag an dem wir fühlen werden,
den Frühjahrsduft in unseren Lungen.

Jan Wendler
03.03.2015

Ich freu mich gerade richtig auf den Sommer – Beachvolleyball, Grillen, Freunde, gutes Wetter, im Stadtpark Gitarre zu spielen, Schwimmen, ach ja, und die Sonne 🙂
Jede Faser meines Körpers spührt den Sommer der auf uns zu kommt. (Vielleicht ist es auch nur Vorfreude^^)