Archiv der Kategorie: Gedichte

Voodoo

Voodoo-Puppe
Ein bekannter, aber meist übertrieben dargestellter Brauch ist das Herstellen von Voodoo-Puppen, die oft einem bestimmten Menschen nachgebildet sind. … Durch das Stechen in die Puppe oder durch das Durchbohren mit Nadeln sollen dem Betroffenen Schmerzen zugefügt werden. Seltener als zum Schadenszauber werden Voodoo-Puppen aber zum Heilen von Kranken benutzt. – Wikipedia

Manchmal wünschte ich Du wärst ne Puppe aus Stroh,
durch einen Zauber würdest Du mich lieben lichterloh.

Dann wären wir vereint.
HALT! STOP! NEIN!

Eine Puppe sie hat kein Herz,
keine Puppe kennt wahren Schmerz,
Puppen haben keinen Willen,
kein Feuer in ihren Pupillen.

Ich wünsche daß Du Du selbst bist,
ich wünsche daß Du ehrlich sprichst.
Ich wünsche Dein innerstes zu kennen,
denn so bist Du es Wert für Dich zu kämpfen.

Jan Wendler
06.01.2017

Haben wir alle uns nicht schon mal gewünscht jemand bestimmtes würde einen lieben? Tja, ich hab mir halt vorgestellt, was wäre wenn ich durch ne Voodoo-Puppe die Gedanken von jemandem beeinflussen könnte … und die Konsequenzen 😉

 

Neu Geboren

Was ist heute mit mir los?
Ich fühle mich so frei.
Die Gedanken so arglos,
in mir ein Freudenschrei.

Wo war ich die ganze Zeit?
War ich denn etwa tot?
In mir drin war’s zugeschneit,
ich war so sehr in Not.

Doch heute ist alles weg,
was mich so runter zieht.
Fühle mich ein wenig keck,
denn Optimismus siegt.

Es gibt so viele Pfade,
nichts ist vorher bestimmt.
nur selten sind sie gerade,
wenn man sich übernimmt.

Heute freue ich mich bloß,
im hier und jetzt zu sein.
Lebe nun bedingungslos,
fühl’ mich dabei astrein!

Jan Wendler
26.12.2016

It’s Christmastime 🙂

 

Bootsfahrt ganz allein

So schön ist es im Jetzt zu sein,
die Gegenwart geniessen.
Auf ‘nem Boot trink’ ich Wein
und lasse Lyrik sprießen.

Mein Blick geht raus aufs weite Meer,
ich schaue in die Tiefen.
Die blaue Weite macht was her,
Gedanken am fortfließen.

Die Brise hat mein Haar verweht,
ich fühle mich so frei.
Und über mir ein Rabe kräht,
er fliegt an mir vorbei.

Die Sonne wärmt mir meine Haut,
ich spür’ die Energie.
Von oben her sie auf mich schaut,
für mich ist es Magie.

Totale Ruhe ich hier fand,
fühl’ Lebensfreude pur.
Es ist so weit zum lauten Strand,
bin eins mit der Natur.

Jan Wendler
05.7.2016

Schließe die Augen, stell Dir vor Du bist alleine auf dem Ozean nur mit Deiner Gitarre und ner Flasche Wein…

So ist das Gedicht entstanden 😉

 

Manchmal

Manchmal sitzt man einfach da,
denkt an alles und wie’s mal war.
Schaltet schöne Zeiten aus,
das Hirn verarscht uns geradeaus.

Manchmal fragt man was es soll,
Hoffnung vergraben, ungewollt.
Manchmal tut es einfach weh,
fühlt wie ein verletztes Reh.

Reicht den nur überleben?
Brauch’ die Kraft nicht aufzugeben.
Möchte nur Frieden schließen,
meine Zeit wieder geniessen.

Manchmal ist’s schwer im Leben,
Meint es gut, es geht daneben!
Luftschlösser, sie stürzen ein,
Leben schmeckt wie bitt’rer Wein.

Manchmal sollt’ man besser aufhör’n,
manchmal tut man einfach nur stör’n.
Es kann nicht immer rosig sein,
Manchmal ist es besser allein.

Manchmal wirkt es abgefackt,
einfaches erscheint vertrackt.
Zum Glück ist’s nur manchmal so,
doch meistens, hört, bin ich froh 😉

Jan Wendler
30.06.2016

Manchmal denkt man zu viel nach, grübelt, manchmal bereut man, manchmal scheint es Hoffnungslos, aber oft freut mans sich auch 😉

 

Horrortrip

Es ist alles düster, ich weiß nicht wohin
rund um mich herum ergibt nichts einen Sinn

Meine inneren Monster habe ich erweckt
Wie sie leise rufen, sie haben mich entdeckt

Ich habe Angst, mein Körper in Schockstarre
Voller Paranoia greife ich zur Knarre

Zitternd stehe ich vor’m Spiegel, schau auf mich herab
Meine Kehle zugeschnürt–  die Zeit wird langsam knapp

Ich schau mir in die Augen, ein letztes Mal im Hier
Die Knarre an meiner Schläfe – mein letztes Visier

Die Augen fest geschlossen, seh ich mich schon im Grab
Die letzte Handbewegung, ich drücke einfach ab

Und wache auf

Jan und Fabi
18.06.2016

Das zweite Gedicht daß ich zusammen mit einem Kumpel geschrieben habe. Die Idee entstand als ich ihm einen meiner neuen Liedertexte vorlas in dem “der Horror pur” als Text drin vorkam.
Als ich mit dem Vorlesen fertig war hatte er schon den Titel und den Anfang geschrieben. Zusammen haben wir dann das hier draus gemacht 😉